10.3.23 Meeresschildkrötenstation und Parque Santa Teresa

Heute war es an unserem Platz im Schatten unter den Palmen und mit den zeterenden Papageien so schön, dass wir bis mittags gefrühstückt und gelesen haben. Anschließend sind wir ausgiebig am Strand gewesen und haben lange gebadet. Der Atlantik muss mindestens 25 Grad haben, so locker wie wir da reingehen. Und außerdem tolle hohe Wellen.

Da Schwimmen bekanntlich sehr hungrig macht, hat Steffen anschließend leckere Blaubeerpfannkuchen gebacken.

Hinterher sind wir zum Karambe (Guaraniwort für Schildkröte)-Station, einem Reha-Zentrum für Meeresschildkröten, gefahren. Dort werden verletzte oder kranke Meeresschildkröten gepflegt, eventuell operiert oder medikamentös behandelt, bis sie wieder ins Meer entlassen werden können. Überwiegend kommt hier im Meer die grüne Meeresschildkröte vor. In der Station sind hauptsächlich jugendliche Schildkröten, d.h. zwischen 10 und 20 Jahren, da diese im jungendlichenm Alter sich von Algen ernähren, die hauptsächlich in Küstennähe vorkommen. Erwachsene Schildkröten, die bis zu 80 Jahre alt werden können und deren Panzer eine Länge von 150 cm erreicht, sind viel weiter draußen im Meer.

Viele Schildkröten sind krank, weil sie Plastik gefressen haben und dadurch soviel Auftrieb haben, dass sie nicht mehr tauchen können. Auch gibt es schwere Verletzungen durch Fischernetze. Einer Schildkröte musste ein Bein amputiert werden, weil sie sich im Netz verfangen hatte. Dann kann es noch zu Infektionen des Panzers kommen, z.B. wenn sich zu viele Muscheln auf dem Panzer festsetzen. Die Arbeit wird fast ausschließlich von Freiwilligen geleistet. Neben der Pflege der Schildkröten geht es auch um Aufklärungsarbeit, vor allem hinsichtlich des Plastiks. Wir unterhielten uns lange mit Mona, die aus Berlin kommt und hier gerade als Freiwillige arbeitet. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie um ein paar Ecken Henri kennt. Nicht nur Babelsberg ist ein Dorf…

Wir erfuhren, dass immer am Samstag die geheilten Schildkröten freigelassen werden (Liberacion). Das werden wir uns morgen auf keinen Fall entgehen lassen.

Danach sind wir noch ein bisschen durch den Nationalpark Santa Teresa gestreift, in dem wir ja zelten. Der Park ist so riesig, dass wir uns immer wieder verfahren, wenn wir versuchen den Ausgang oder umgekehrt unseren Platz wieder zu finden.

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