Morgens gingen wir wieder in unseren schicken Gouverneurshof zum Frühstück, wir hatten keine Lust alle Kochsachen nur für das Früstück aufzubauen. Danach fuhren wir wieder durch den Fluss zur Vicun(j)a-Station, die nun endlich geöffnet hatte. Diese stellte sich allerdings als Enttäuschung heraus. Weder gab es Sachen aus Vicun(j)a- Wolle zu kaufen, noch durften wir Vicun(j)as füttern (was der Reiseführer beides angekündigt hatte). Statt dessen konnte man ein paar Vicunas aus der Ferne angucken, die haben wir allerdings in der freien Natur schon viel näher gesehen…Trotzdem haben wir durch unser Bleiben an diesem Ort andere schöne Sachen gesehen.
Wir fuhren weiter auf der Ruta 40, die Landschaft wurde immer spektakulärer, die Straße allerdings dafür immer schlechter. An einer Stelle war die Straße so eingebrochen, dass wir irgendwie einen anderen Weg suchen mussten. Außerdem ging unsere Klimaanlage, die schon länger geschwächelt hatte, inzwischen überhaupt nicht mehr. Bei 38 Grad im Schatten schon ein bisschen doof…Trotzdem genossen wir die Fahrt sehr, nach jeder Kurve tauchten andere bunte Berge, grüne Flusstäler oder interessante Felsformationen auf.
Nachmittags kamen wir in Cafayate an, dem Zentrum der Region. Dort suchten wir erstmal einen Mechaniker für die Klimaanlage, die Temperaturen sind wirklich sonst nur schwer auszuhalten und auf der Strecke, die noch vor uns liegt, wird es eher noch heißer und schwüler. Es war wie immer, der erste Mechaniker sagte, dass er dafür nicht zuständig, sondern auf etwas Anderes spezalisiert sei und rief dann einen Freund an, der wieder einen Freund anrief. Dann kam jemand der uns abholte und zum zuständigen Mechaniker weiterleitete. Der war dann aber leider noch nicht zu Hause und wir sollten um 19.00 Uhr wiederkommen.
Also fuhren wir erstmal auf den Campingplatz, wo wir lustigerweise die Seabridge- Gruppe wiedertrafen, die uns zu Anfang so verfolgt hatte. Die Gruppe wollte ja eigentlich die ganze Panamericana bis Alaska fahren und muss jetzt aber von Santiago bis Panama die Autos verschiffen, da die Lage in Peru einfach zu gefährlich ist.
Wir fuhren dann wieder in die Stadt zum Mechaniker und dieser schloß Chingi an irgendeine Anlage an. Es fehlte wohl irgendein Kühlgas. Das einzufüllen würde mindenstens eine Stunde dauern. Daraufhin fragten wir, ob es irgendwo etwas zu essen gebe, da wir ganz schön hungrig waren. Und jetzt wird es wieder typisch argentinisch: Der Mechaniker (der nebenbei außer unserem Auto parallel noch einen Lastwagen reparierte) lud uns in sein Auto und fuhr uns in die Stadt zu seinem Lieblingsrestaurant, in einer Stunde würde er uns wieder abholen. Tatsächlich war es auch ausgesprochen lecker. Nach 1 1/2 Stunden fiel uns auf, dass wir nicht nur keine Telefonnummer oder irgendwas von dem Mechaniker hatten, sondern unser Chingi mit allen Sachen inklusive unserer Pässe und aller sonstiger Papiere auf der Straße vor der Werkstatt stand. Wir üerlegten kurz, ob wir uns Sorgen machen müssen, aber entschieden dann, lieber argentinisch entspannt zu bleiben. Und tatsächlich, 20 Minuten später fuhr der Mechaniker vor und brachte uns zu unserem reparierten Chingi, der jetzt besser kühlt als jemals zuvor.




















