24.12.22: Stille Nacht in den heißen Quellen

Heute ist Heiligabend. Wir wünschen allen lieben Verwandten und Freunden die unseren Blog lesen Feliz Navidad!!

Und obwohl die letzten 54 Tage eigentlich immer – wie Anne so schön sagt – wie Geburtstag und Weihnachten zusammen waren und noch 100 Tage vor uns liegen, ist es heute doch ein etwas komisches Gefühl. Zumindest Anne hat das erste Mal einen Anflug von – ja was ?- Heimweh ?, obwohl sie ja eigentlich überhaupt kein Weihnachtsfan ist. Und obwohl es ja eigentlich keine Rolle spielt, hatten wir zwischendurch schon mal überlegt, wo wir Weihnachten sein werden und wie wir es verbringen wollen.

Zum Glück kümmern sich die weltbesten Pateneltern Annette und Dierk nicht nur um unser behaartes Kind, sondern sind auch extra nach Rehbrücke gefahren, damit unsere Kinder zuhause Weihnachten und Geburtstag feiern können. Insofern sind wir total beruhigt, alle sind bestens „versorgt“. Trotzdem ist es das erste Mal, dass wir ohne die Kinder Weihnachten und nicht zusammen Amelies Geburtstag feiern.

Hier ist Weihnachten definitiv nicht so ein großes Ding wie bei uns. Es gibt keinen Advent und damit auch keine Weihnachtsmärkte etc. Bis auf ein bisschen Weihnachtsdeko (interessanterweise auch mit Schneemännern, obwohl hier heute 30 Grad sind) macht es sich wenig bemerkbar. Nach Tanne riecht es auch nicht, da die Weihnachtsbäume hier wahlweise aus grünem oder weißen Plastik sind. Vorhin im Supermarkt dudelte lustigerweise „Oh Tannenbaum“ auf deutsch, sonst haben wir auch noch keine weihnachtlichen Lieder erkannt. Wir haben nochmal mehrere Chilenen zu Weihnachten befragt. Am 24.12. kommt abends Santa Claus und am 25.12. trifft sich die Familie zum Asado. Heute ist hier noch alles offen und am 26.12. auch wieder. Nur morgen scheint wirklich ein Feiertag zu sein. Auf jeden Fall sah man heute jede Menge Leute mit riesigen Fleischpaketen unter den Armen.

Nach ein paar Weihnachtstelefonaten waren wir nochmal in der Stadt zum Einkaufen und um unsere Sachen für den Vulkanaufstieg am Montag anzuprobieren (Schuhe, Steigeisen, Hose, Jacke…) und sind zum späteren Nachmittag in eine Therme gefahren, die neun verschieden heiße Becken hat, die aus den Vulkanquellen gespeist werden. Außer uns war noch ein anderes Paar da (an den Becken standen immer Hinweise auf die höchstzulässige Personenzahl, teilweise über 30 pro Becken, sehr lustig) und wir genossen die Bäder und die Liegestühle mit direktem Blick auf den Vulkan.

Bei der Heimfahrt um 22.00 Uhr sahen wir viele noch offene Supermärkte und viele Leute unterwegs. Wir kochten dann noch ein leckeres Weihnachtsessen – das Restaurant in der Therme hatte leider doch nicht geöffnet – und als wir aßen kam noch die Eigentümerin des Campingplatzes mit ihren beiden Kindern vorbei um uns Feliz Navidad zu wünschen und uns einen bemalten Magneten von Pucon zu schenken.

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