Das mit dem Schlafen entpuppte sich leider (vor allem für Steffen) als Irrtum. Erst gab es ein Gewitter und dann fuhren viele Lastwagen röhrend direkt bei uns vorbei. Dazu waren wohl noch genau an der Straße viele Bodenwellen, so dass auch die Ladung ordentlich krachte. Anne konnte wie immer schlafen, hatte aber Alpträume, wie sie von Lastern überfahren wurde.
Morgens gingen wir erstmal frühstücken, da wir unsere Kochsachen gar nicht ausgepackt hatten und machten uns dann auf den Rundweg um den Berg der Sieben Farben, eine der Attraktionen in diesem „Tal“ (Wir sind auf 2500m Höhe). Obwohl es erst 10.00 Uhr war, war es schon unglaublich heiß und natürlich mal wieder kein Schatten in Sicht. Die tollen Farben der Felsen entschädigten uns aber für die Mühen. Besonders das Grün und Lila wirkte geradezu unwirklich.
Danach blieben wir noch ein bisschen in Purmamarca, das wie San Pedro de Acatama ein Adobe-Dorf ist. Das heißt, es besteht komplett aus flachen Lehmhäusern und auch die Straßen sind alle aus Lehm. Außerdem gab es einen großen und sehr bunten Markt.
Nachmittags fuhren wir dann weiter durch die Quebrade de Humahuarca, die Schlucht der Farben. Wir hielten in Tilcara, wo wir Ausgrabungen des präkolumbianischen Wehrdorfes Pucará samt botanischen Garten besuchten. Besonders toll waren die riesigen Kakteen und es gelang uns im botanischen Garten ein Stück Molle-Holz, ein Stück vom argentinischen Nationalbaum, zu bekommen. Obwohl zunächst alle, die wir fragten (Gärtner, Pförtner, Ticket-Verkäufer) meinten, es ginge nicht, hat es am Ende geklappt, eine tolle Geschichte. Wir wollten zum Dank etwas für die Kaffeekasse spenden, was natürlich nicht angenommen wurde.
Weiter ging es nach Humahuaca, der Ort, der am Ende der Schlucht liegt und an dem das Altiplano – bzw. in Argentinien Puna genannt – wieder beginnt. Hier auf 3000 m wollen wir zwei Tage bleiben, um uns zu akklimatisieren, bevor wir weiter in die Salzwüste Uyuni nach Bolivien fahren. Auf dem Weg besuchten wir noch eine Lama-Farm.
Nach einigem Suchen fanden wir einen schönen Campingplatz. Wir gingen in die Stadt einkaufen, da unsere Vorräte total aufgebraucht waren. Das ist hier gar nicht so einfach, da es nur sehr kleine Läden oder Märkte gibt. Hier ist Argentinien komplett anders, was wohl an der hauptsächlich indigenen Bevölkerung liegt. Keine Supermärkte, keine „Ketten“, nur Kopfsteinpflaster- oder Lehmstraßen, viele Straßenstände. Eier kann man leider nur in der Tüte kaufen. Wie vorauszusehen war, gibt es morgen früh Rührei…
Auf dem Campingplatz tauschten wir uns noch mit unseren netten Nachbarn aus Wales und Australien aus, die noch gute Tipps für uns für Nordargentinien hatten, bevor wir ins Bett gingen.






































