04.10.2026 Islas de Balleastas

Heute sind wir um 10.00 Uhr in Paracas zu einer Bootstour auf die Islas Balleastas gestartet. Die Tour führt um die Nationalparkhalbinsel herum, die wir gestern besucht haben. Die erste Attraktion ist ein riesiges Kandelaber-Scharrbild, das man nur vom Wasser aus sehen kann.

Exkurs: Kandelaber von Paracas

Der Kandelaber von Paracas ist eine Geoglyphe an der peruanischen Pazifikküste. Die Figur ist etwa 180 Meter hoch. Die Linien sind rund 60 cm bis 1,2 Meter tief in den felsigen Sandboden gegraben. Durch den salzhaltigen, nitrathaltigen Boden und die spezifischen Winde der Paracas-Halbinsel verfestigt sich das Material ständig von selbst und weht nicht zu. Es gibt verschiedenen Theorien zu Entstehung, die derzeit meist vertretene ist, dass er aus der Paracas-Zeit (ca 800-100 v.Chr.) stammt und den San Pedro-Kaktus darstellt, der Meskalin enthält, was die Paracas zur Betäubung bei ihren Schädel OPs verwendet haben. Eine andere ist, dass San Martin oder vorher Piraten ihn als nautischen Wegweiser angebracht haben, weil die Zeichnung vom Meer aus bis zu 20 Kilometer weit sichtbar ist, die Einfahrt in den natürlichen Hafen aber sonst kaum erkennbar ist.

Danach ging es weiter zu verschiedenen kleinen Inseln, die von Seelöwen, Humboldt-Pinguinen, Pelikanen, Tölpeln, Komoranen und Inkas-Seeschwalben bewohnt werden. Auf der Fahrt haben wir auch noch eine Delfinschule gesehen. Bootfahrten ist einfach an sich schon einfach schön, mit den vielen Tieren erst recht!

Zwischendurch hat Steffen noch die hiesige Waschmaschine in Gang gebracht (eine 18 kg Toplader-Maschine, die auch noch Trocknen kann, was es alles gibt), bevor wir abends noch mit unseren Nachbarn Andy und Gayle zusammen gesessen haben; Andy hat hervorragenden Pisco-Sour zubereitet (die hiesige Spezialität aus Pisco, Traubenbrand, Limettensaft und geschlagenem Eiweiß, die wir schon aus Chile kannten).

Kandelaber

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