11.11.22: Auf nach Valdes

Nach inzwischen sehr routiniertem Einpacken ging es los. Über die endlose Ruta 3 gelangten wir in 6 Stunden nach Puerto Piramides auf der Halbinsel Valdes. Zwischendurch mussten wir warten, weil ein Lastwagen umgekippt war. Dabei konnten wiederholt Spinnen beobachten, die über die Fahrbahn krabbelten….handtellergroß, die Beine lang wie Zeigefinger und behaart…seitdem ist Annes Verhältnis zur Pampa etwas angeknackst…

Apropros Pampa, ein kurzer Exkurs: Übersetzt bedeutet Pampa „baumlose Ebene“, was die ‚Sache ganz gut trifft. In Argentinien wird sie hauptsächlich für die Schafs- und Rinderzucht genutzt, es heißt, jedes Rind hat zum Weiden drei Fußballfelder, glaubt man sofort. Es handelt sich dabei nicht um abgeholztes Gebiet, sondern die Zusammensetzung des Bodens in Kombination mit dem Wind erlaubt es keinem Baum zu wachsen. Alle 100 km gibt es mal eine Tankstelle und eine Art Dorf, also ein paar Häuschen. Sonst ist nix als unendliche Weite, ganz viel Himmel und eine schnurgerade Straße, irgendwie faszinierend.

Die Halbinsel Valdes ist ein Nationalpark, der unter Unesco Weltkulturerbe steht. Auf der Karte sieht es – im Vergleich – nach einer Miniinsel aus, aber vom Campingplatz zum Aussichtspunkt fährt man mal eben 80 km Schotterpiste, die Dimensionen sind einfach riesig. Auf dem Weg sehen wir schon die ersten Guanakos und auch noch ein paar Nandus.

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