27.11.22: Auf nach Chile (und Chingi geht es wieder gut)

Heute war es wieder windstill, sonnig und warm, so dass wir draußen frühstücken konnten. Danach haben wir gepackt und waren eigentlich schon um 10.30 Uhr abfahrbereit. Dann haben wir uns aber mit unserer netten Campingplatz-Besitzerin und ihren Söhnen Andres und Herman in ein total nettes Gespräch auf Spanisch-Englisch-Mix verstrickt (so haben wir z.B. erfahren, dass es in Argentinien keinen Adventskranz und keine Adventskalender gibt und andere spannende Sachen). Schließlich kamen wir nochmal auf das Problem, dass Chingi beim Kuppeln komische Geräusche macht. Daraufhin untersuchten die Brüder unser Auto von oben und unten und es kam heraus, dass Flüssigkeit für die Hydraulik der Kupplung und der Bremsen (Ärgs!!!) fehlt. Außerdem fehlte Kühlerflüssigkeit. Andres fuhr sofort los und suchte bei den Tankstellen des Ortes nach den entsprechenden Ölen und Flüssigkeiten. Zum Schluss wurde noch unser Kupplungsseil geschmiert und dann waren wir noch zum Mittagessen eingeladen, aber inzwischen war es so spät (12.30 Uhr), dass wir los mussten, da wir die Fähre von Porvenir nach Puntas Arenas um 19.00 Uhr erreichen wollten.

Nach einem herzlichen Abschied stoppten wir noch auf dem Weg aus Tolhuin an „unserer“ Panaderia la Union und deckten uns noch mit Verpflegung ein. Um 15.30 Uhr erreichten wir die Grenze. In Argentinien wieder alles sehr unproblematisch. Leider war diesmal die chilenische Kontrolle sehr viel härter und wir mussten unser Auto teilweise ausräumen. Der Honig und das (eingeschweißte) Hackfleisch wurden konfiziert. Letztes Mal war beides kein Problem… Naja, jedenfalls konnte wir so immer wieder Blicke auf das WM-Spiel Deutschland gegen Spanien erhaschen.

Nun war es allerdings richtig spät geworden und es wurde klar, dass es mit Fähre in Porvenir knapp werden würde. Da ein Großteil der Strecke Schotterpiste ist und auf der Strecke auch keine Unterkünfte oder überhaupt Orte liegen, wollten wir das Risiko nicht eingehen. Also beschlossen wir, auf den (Um-) (Land)-Weg auszuweichen und zu versuchen, die – einzige – Königspinguinkolonie außerhalb der Antarktis anzuschauen und dann – wie auf dem Hinweg – in Cerro Sombrero zu schlafen. Leider war der Eingang zur Pinguinkolonie schon geschlossen.

In Cerro Sombreros fanden wir aber tatsächlich trotz Sonntag Abend noch einen Laden und konnten auf unserem Campingplatz noch lecker kochen.

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