2.3.23: Iguazu-Wasserfälle, argentinische Seite Teil 1

Da wir gern noch einen Tag länger in Iguazu bleiben wollen (die argentinische Seite ist an einem Tag nicht zu schaffen), wir aber nur 3 Nächte gebucht haben und unsere schöne Unterkunft danach ausgebucht ist), hat sich unsere nette Vermieterin heute morgen erstmal für uns „darum gekümmert“. Sie hat rumtelefoniert und ist dann mit uns in ein Hostal in in der Nähe gegangen. Da können wir schlafen, aber selbstverständlich unser Auto samt unseren Sachen in ihrem Garten lassen und ihre Außenküche, den Pool und alles weiter nutzen, wenn wir wollen. Na klar, warum auch nicht, wir sind ja schließlich in Argentinien!

Mit dem Bus sind wir zum argentinischen Teil des Iguazu-Nationalparks gefahren. Dort gibt es verschiedene Trails. Die Hauptattraktion, die Garganta del Diabolo (Teufelsschlund), haben wir zuerst angeschaut. Vom Ausgangspunkt geht ein fast 2 km Steg von Insel zu Insel übers Wasser. Wir hatten großes Glück, dass wir den Trail überhaupt machen konnten, da er fast ein halbes Jahr geschlossen und erst gestern wieder eröffnet worden war. Ein Hochwasser hatte im Oktober große Teile der langen Brücke weggerissen.

Der Weg über den Rio Iguazu ist an sich schon sehr schön, unterwegs trafen wir schon auf einige Wasserschildkröten. In de Ferne sah man dann irgendwann eine große Gischtwolke, der man sich näherte und hörte ein immer lauteres Tosen. Irgendwann wurde es Zeit die Regencapes anzuziehen, die Entgegenkommenden waren alle total durchnässt. Der Brückenweg endete in einer Aussichtsplattform, ganz nah an dem Teufelsschlund. Dieser U-förmige Schlund ist 82 m hoch, 150 m breit und 700 m lang und damit der größte Wasserfall von Iguazu. Wir haben die letzten 5 Monate ja viel gesehen(auch einige Wasserfälle), aber der Anblick und die Geräuschkulisse waren wirklich überwältigend. Man hätte stundenlang dort stehen und einfach nur gucken können, wie das Wasser von allen Seiten herunterstürzt, aber trotz Regencape war man irgendwann durchnässt. Neben der allgemeinen Gischt in der Luft gab es je nach Windstärke und -richtung immer wieder intensivere Duschen.

Auf dem Weg zum nächsten Trail wurden wir von einer großen Nasenbär-Versammlung abgelenkt. Zwei Nasenbären waren in eine Palme geklettert und futterten dort die kleinen Früchte. Dabei fielen auch viele der Früchte herunter, was zu dem „Nasenbärauflauf“ führte (die anderen schafften es offensichtlich nicht so hoch in den Baum).

Ein paar Hundert Meter weiter zog auf einmal eine ganze Affenherde, dabei mehrere Mütter mit Babys auf dem Rücken, vorbei. Da mussten wir natürlich auch erstmal zugucken. Jetzt fehlt nur noch einer der ca 125 Jaguare, die hier im Nationalpark noch leben, aber das ist leider praktisch aussichtslos, gleiches gilt für die Tapire…

Wir machten dann noch einen Teil des Trails, der Rest war gesperrt, weil ein Felsklotz auf den Weg gestürzt war. Wir waren darüber aber gar nicht so unglücklich, denn inzwischen war es schon ganz schön spät und so fuhren wir mit mit dem Bus wieder nach Hause.

Anne hatte aber dann doch noch plötzlichen Tatendrang und ging zum Sonnenuntergang noch zu einem Aussichtspunkt, an dem die drei Länder Argentinien, Brasilien und Paraguay aufeinandertreffen, bevor wir den Abend bei Mojito und Burito in der Stadt ausklingen ließen.

Morgen kommt Teil 2 der argentinischen Seite.

Ein Kommentar

  1. Karin u.Manfred

    Wir haben auch schon imponierende
    Wasserfälle in Kroatien gesehen,diese hier sind aber nochmal eine andere Hausnummer,und die Tierwelt ist ja wirklich ein Erlebnis.Weiterhin gute Reise.

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