Leider gab es in unserem Hotel heute kein Frühstück wegen des Feiertages und auch alle Cafes waren geschlossen (Anne hätte aber ohnehin nichts essen können). Die heutige Etappe zeigte der Navi mit 356 km und 7 ½ Stunden an. Deshalb wollten wir schnell los, aber in der Cocheria (Garage) mussten erst diverse Busse umgeparkt werden, bis Steffen das Auto herausbekam
Erstmal waren die Straßen doch deutlich schlechter, zum Teil ohne Asphalt und wieder mit riesigen Schlaglöchern, so dass wir nur sehr langsam voran kamen. Dafür wurde die Landschaft immer spektakulärer, diesmal kamen wir doch in Höhen, in denen mit der Landwirtschaft endgültig Schluss war, dafür wieder deutlich mehr bunte Felsen. Wir hatten zwei Pässe mit 4700m, nach dem letzten ging es dann stundenlang bergab. Dabei kamen wir wieder durch alle Klima- und Landschaftszonen.
Um 17.00 Uhr waren wir endlich in Pisco, wir hatten es geschafft und gingen erstmal einkaufen, Anne kann immerhin wieder essen. Für Morgen ist nur Erholung angesagt.
Danach fuhren wir zu unserer ersten Unterkunft direkt am Meer mit der Pelikaneinflugschneise. Einen ganzen Monat ist es her, dass wir hier waren, aber es kommt uns viel länger vor…
Unser „Südperu-Abschnitt“ geht damit zu Ende, wir müssen nur noch die ca 4 Stunden bis Lima zurück.
Allerdings ist uns hier El Ninjo mit seinen Folgen erstmals direkt begegnet. An unserem Strand lag ein Seelöwenkind, das überhaupt nicht fit aussah. Wir schrieben unseren Vermieter an, der nur meinte, man könne nichts tun, das Meerwasser sei einfach zu warm, letzte Woche habe hier schon ein toter Delfin gelegen..
Wir haben dann (bloßes Nichtstun wirkte doch zu frustrierend) dank ChatGpt (der uns gleich noch eine komplette Verhaltensanweisung für den Umgang mit der kranken Robbe mitlieferte) eine WhatsApp-Nummer der hiesigen Tierschutz-Einrichtung Serfor herausbekommen, mit ihr Kontakt aufgenommen und die Einzelheiten mitgeteilt. Abgesehen davon, dass man einen solchen Notfall nur mitteilen durfte, nachdem man Name, Anschrift, Telefonnummer, Ausweisnummer und Wäschegröße der Großmutter mitgeteilt hatte (Bürokratie überall), haben sie immerhin sofort reagiert. Ob sie die Robbe nachts noch abgeholt haben, wissen wir aber nicht, morgens war sie jedenfalls nicht mehr da und gab einige Stiefelspuren.
Allerdings sahen wir später am nächsten Vormittag, dass ein toter kleiner Delfin abtransportiert wurde (:-(











