Steffen ging es zwar etwas besser, aber noch lange nicht gut. Also bleiben wir erstmal zu Hause, Anne hat für Galapagos noch Formalitäten erledigt, was kaum funktioniert, weil unser Internet total schlecht ist. Inzwischen wissen wir auch warum: Dusan erzählte, dass er zwei deutsche FSJler neu auf dem Hof habe und diese hätten so viele Daten verbraucht, dass die Gesellschaft die Raten gedrosselt habe, das habe er in über 10 Jahren noch nie erlebt. Ein bisschen kann man es sich vorstellen, hier ist es zwar superschön, aber wirklich das Ende der Welt. Bestimmt nicht leicht, wenn man als junger Erwachsener von der Feldarbeit kommt…
Außerdem regnete es schon wieder. Dunsan erzählte, dass das total ungewöhnlich sei, eigentlich sei noch Trockenzeit, aber ab morgen solle es besser werden.Zum Glück war es in Machu Picchu schön!
Nach dem Mitttagssnack hörte der Regen tatsächlich auf und wir machten uns auf den Weg in den Ort.
Dort wurde immer noch oder schon wieder der Geburtstag der Stadt gefeiert mit Umzügen, Tanz, Musik und ziemlich viel Alkohol.
Wir schauten ein bisschen dem Umzug zu und setzten uns dann erstmal in ein Cafe, dass sowohl sehr leckeren Kaffe und Kuchen als auch gutes Internet hatte, so dass wir mal wieder ein bisschen Blog hochladen konnten.
Danach gingen wir durch die schönen Gassen des Dorfes und wollten noch die Getreidespeicher Pinkuyalluna besuchen. Bei den wieder sehr vielen steilen Treppen musste Steffen noch passen, so dass Anne allein die „Kühlschränke von Ollantaytambo“ besichtigte.
Exkurs: Ollantaytambo Ollantaytambo ist das einzige komplett erhalten gebliebene, bis heute durchgehend bewohnte Dorf aus der Inka-Zeit. Der Ort ist geprägt durch das originale städtebauliche Raster, das im 15. Jahrhundert unter dem Inka Pachacútec errichtet wurde. Die historischen, geraden Gassen teilen den Ort in 15 quadratische Wohnblöcke auf, die jeweils über einen einzigen Zugang zu einem zentralen Innenhof verfügen. Die Fundamente und Mauern vieler Wohnhäuser bestehen aus dem bekannten Inka-Mauerwerk und durch steinerne Kanäle am Straßenrand fließt noch immer frisches Gebirgswasser, genau wie vor Hunderten von Jahren. Direkt an das Dorf grenzt der riesige archäologische Komplex, direkt an den steilen Berghängen. Manco Inca nutzte die Festung im Jahr 1537 als Rückzugsort. In der Schlacht von Ollantaytambo gelang es den Inka-Kriegern, die spanischen Truppen unter Hernando Pizarro in die Flucht zu schlagen, indem sie unter anderem die tiefer gelegenen Terrassen fluteten. Neben der Hauptfestung sind die Hänge des Berges Pinkuylluna architektonisch beeindruckend, in schwindelerregender Höhe liegen dort die alten Getreidespeicher, um die kühlen Fallwinde und die Höhe zur natürlichen und langfristigen Konservierung von Lebensmitteln zu nutzen. Das war einer der Gründe dafür, dass hier nie Hunger herrschte.










