Beim Frühstück auf unserer Terrasse um 8.00 Uhr hörte man schon wieder die Fiesta aus der Stadt. Wir waren nicht sicher ob schon wieder oder immer noch…
Zum Glück hat Carlos einen Freund, der bereit und tapfer genug war, bis zum Ende unserer Treppe zu fahren und uns samt Gepäck zur Garage unseres Autos zu fahren.
Pünktlich um 10.00 Uhr war er auch tatsächlich da, das Gepäck runter zu hieven war jedenfalls deutlich besser als rauf! In der Garage beluden wir unser Auto und machten uns auf die Fahrt nach Pisac. Dort findet jeden Sonntag ein großer Markt statt, auf den die Bauern der Umgebung kommen, um ihre Produkte zu verkaufen.
Während der Fahrt kamen wir immer tiefer und die Landschaft veränderte sich, wir fuhren fast die ganze Zeit entlang eines ziemlich großen Flusses und es wurde immer grüner und es gab viele Felder. Trotzdem gab es rechts und links hohe Berge, zum Teil noch mit Schnee.
In Pisac angekommen fanden wir nur eine enttäuschend kleine Markthalle, wo wir uns erstmal mit Obst und Gemüse eindeckten. Dann begann es leider sinnflutartig zu regnen, zum Glück hörte es nach einer Zeit wieder auf.
Wir gingen durch hübsche kleine Gassen zum Plaza de Armas und fanden zum Glück den eigentlichen Markt, sehr interessant mit den Frauen in ihren Trachten. Dann kehrten wir noch in ein nettes Cafe ein, das eine große Blumenwiese im Innenhof hatte.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum archäologischen Denkmal von Písac, das ebenfalls zu den bedeutenden Inka-Stätten zählt. Die auf einem steilen Bergkamm auf 3.400 bis 3.750m Höhe gelegene Anlage thront direkt über Písac. Besonders toll sind die monumentalen Agrarterrassen, Paläste und der rituelle Sonnentempel. Zudem beherbergt der Komplex den größten bekannten prähistorischen Friedhof Amerikas in hunderten von Felshöhlen.
Zwischendurch gab es ein kleines Gewitter, aber wir stiefelten trotzdem durch die beeindruckende Anlage in dieser tollen Landschaft.
Jetzt wurde es Zeit, uns zu unserer neuen Unterkunft in Ollantaytambo im Herzen des heiligen Tals aufzumachen. Eigentlich mal wieder nur 65 km, aber die Straße hatte mal wieder so viele Fahrbahnschwellen, Rinnen und Schlaglöcher, dass es trotzdem wieder über zwei Stunden dauerte. Wir hatten dann noch etwas Probleme, unsere Unterkunft zu finden, aber schließlich haben wir es geschafft. Wir wohnen in einem kleinen Haus auf einem schönen Bauernhof auf „nur“ 2.780 m Höhe, sehr angenehm!
Da wir hier sechs Nächte bleiben (mit Unterbrechung durch Machu Picchu) haben wir uns erstmal häuslich eingerichtet.
Exkurs: Das Heilige Tal Das Heilige Tal der Inkas erstreckt sich in den peruanischen Anden unweit der ehemaligen Inka-Hauptstadt Cusco und wird vom Fluss Urubamba durchflossen. Es liegt auf einer Höhe zwischen 2000-2800m und Dank seines milden Mikroklimas und der fruchtbaren Böden galt das Tal als die Kornkammer des Inkareichs. Noch heute prägen malerische Andendörfer, weite Felder und imposante historische Stätten das Bild.











