01.11.2026 Quer über die Anden, Tag 2: Von Andahuaylas nach Ayacucho

Nachdem wir morgens beim Frühstück noch mit Henri und Xeni telefoniert hatten (irgendwie immer noch eine erstaunliche Sache, so mitten in den Anden..) machten wir uns an den zweiten Abschnitt der Fahrt. Diesmal zeigte der Navi für 238 km ca. 6 Stunden an. 

Ersteinmal hatten wir – mal wieder – das Problem, überhaupt aus der Stadt wieder herauszukommen. Eigentlich war diesmal eine große Strasse angezeigt, die herausführen sollte, diese war aber wegen eines riesigen Marktes gesperrt. Die einzige Brücke, die zu dieser Straße nach der Umleitung laut Karte zurückführte, war ebenfalls noch wegen des Marktes gesperrt. Die einzige andere Strasse, die Google noch anzeigte, um wenigstens in die Richtung zu kommen, war wegen Bauarbeiten gesperrt, so hatten wir uns komplett festgefahren. Einzig blieb eine sehr schmale, unasphaltierte Straße, in man aber keinesfalls hätte wenden können. 

Wir fragten deshalb einen Mann, der in seinem Garten stand. Daraufhin sagte dieser „uno momento“, sagte offenbar seiner Familie Bescheid, stieg in unser Auto ein und führte uns durch die ganze Stadt (bestimmt 20 Minuten), bis wir wieder auf der angezeigten Ausfahrtstraße waren. Dort drückte er uns und stieg aus, wirklich herausgefunden, wie er wieder nach Hause kommen wollte, haben wir nicht, es gab wohl eine Bushaltestelle, andererseits telefonierte er auch am Handy, was wir nicht genau verstanden, jedenfalls mal wieder unfassbar nett…

Wieder ging es mehrfach auf Pässe über 4500 m und wieder runter unter 2000 m. Leider hatte es jetzt Anne erwischt (ob „Montezumas Rache“ oder Kreislauf haben wir nicht herausbekommen), so dass sie den Großteil der schönen Strecke verschlafen hat.

Angekommen in Ayacucho standen wir vor einem neuen Problem. Die halbe Innenstadt war wegen der großen Fiesta zu Allerheiligen gesperrt. Egal welchen Weg wir fuhren, wir landeten immer wieder an einer Sperrung, nicht mal die Polizei konnte uns weiterhelfen. Schließlich hatte Steffen die Idee, einen Taxifahrer zu engagieren und diesem hinterherzufahren. Das klappte nach mehreren Anläufen (der erste Taxifahrer meinte noch, es gäbe heute keinen Weg, wo man durchkäme)und wir kamen endlich in unserem Hostel an (Anne musste dringend ins Bett). 

Eigentlich hatten wir vorgehabt, noch auf die Fiesta und vor allem auf die Friedhöfe zu gehen, da dort – vor allem in Ayacucho, das 30 Kirchen hat – an Allerheiligen sehr gefeiert wird.

Aber Anne hatte inzwischen auch noch Fieber und schlief einfach ab 17.00 durch. Steffen brachte dann noch – mit Hilfe des Onkels des Rezeptionisten – das Auto in eine – wegen der Strassensperrungen wieder nicht ganz einfach zu erreichenden – Garage. 

endlich mal wieder Vicunjas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert