Leider hatte Steffen jetzt doch hoch Fieber und blieb erstmal im Bett. Zum Glück hatten wir ohnehin einen Ausruhtag geplant und außerdem regnete es in Strömen.
Wir wohnen ja hier auf einem kleinen Bauernhof außerhalb des Ortes mit 5 Hunden, Katzen, Kühen, Hühnern und vielen Feldern.
Unser Vermieter Dusan hat uns erklärt, dass das gesamte (Landwirtschafts-) Gelände des Tal so von den Inkas erschaffen wurde und noch im Originalzustand ist. Ursprünglich war hier im Tal nur Lehm- und Steinboden. Da es dem Inca Pachacutec hier so gefiel, hat er die Erde für den gesamten Talabschnitt aus 40 km Entfernung per Lamatransport hierher bringen lassen, um damit Felder anzulegen und zugleich das Wasser des Flusses in ausgekügelte Bewässerungssysteme leiten lassen. Das funktioniert heute alles unverändert. Die Kunst der Inkas bestand vor allem darin, dass sie die natürlichen Gegebenheiten nutzen und die Veränderungen so einfügten, dass es weiterhin natürlich aussieht. Die Erde – ca. 80cm bis 1m hoch – ist in all den Jahrhunderten wegen eines Drainagesystems aus Lehm und Steinen bis heute nicht weggespült, großartig, oder?
Anne machte sich gegen Mittag allein in Begleitung aller Hofhunde über die Felder zum Einkaufen auf ins Dorf, wo die Hölle los war. Ein riesiger Umzug mit viel lauter Musik. Nachher erklärte uns Dusan, dass Ollantaytambo heute und morgen Geburtstag feiert.
Auf dem Markt gab es wie immer viel Obst und Gemüse. Fleisch allerdings nur als ganze Hühner mit Füßen dran, dann doch lieber nur vegetarisch…
Nach einer kurzen Ausruhpause in einem Cafe ging es im Regen über die Felder zurück.
Nachmittags konnten wir dann schon wieder zusammen einen kurzen Spaziergang über die Felder machen, wieder begleitet von unseren Hunden, die allerdings schon ihre Schlafanzüge trugen. Das scheint hier in Peru wegen der nächtlichen Kälte üblich zu sein, die verschiedenen Outfits sehen aber immer sehr lustig aus.
Leider haben wir hier sehr schlechtes bis gar kein Internet, so dass wir den Blog zwar schreiben, aber nicht hochladen können.















